publiziert: 10.08.2012 17:38 Uhr
aktualisiert: 12.08.2012 12:04 Uhr
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Selbstbewusste Selbstständigkeit

Fuchsstadt sieht sich heute in seiner Haltung gegen die Eingemeindung nach Hammelburg bestätigt

Bei der Gebietsreform alles richtig gemacht. So fühlt sich Fuchsstadt heute. Die Nachbarstadt Hammelburg hatte schon Anfang der siebziger Jahre ihre Fühler für einen Zusammenschluss ausgestreckt, doch die Ortsbevölkerung plädierte mehrheitlich für die Selbstständigkeit.

„Rückblickend war das kein Fehler für uns“, resümiert Bürgermeister Peter Hart heute. Der 1900-Seelen-Ort hat eine Wirtschaftskraft, die sich sehen lassen kann, und ist ein gut funktionierendes Gemeinwesen. Eine größere Einheit wäre eher negativ gewesen, findet Hart, der auf Erfolge bei der Dorferneuerung, Gewerbeansiedlung und Bauplatzerschließung verweist. Nur, wenn Fuchsstadt viel kleiner gewesen wäre, hätte ein Zusammengehen mit der Nachbarstadt gemacht.

Durchaus aufgeschlossen hatte der Gemeinderat Anfang der siebziger Jahre einem Zusammenschluss mit Langendorf oder einer Verwaltungsgemeinschaft mit Gauaschach gegenüber gestanden und auch ein Zusammengehen mit Hammelburg geprüft.

Turbulent verlief eine Bürgerversammlung, bei der die Kritiker an einem Verlust der Selbstständigkeit eindringlich an die Mitbürger appellierten. Bei einer Abstimmung setzten sie sich am Abend mit ihrer Forderung durch. Bürgermeister Alex Bayer sprach sich für eine Abstimmung aller Bürger aus. Im September 1975 plädierten 570 Fuschter von 643 Wahlberechtigten gegen einen Zusammenschluss mit Hammelburg. 1978 trat die Verwaltungsgemeinschaft mit Elfershausen in Kraft. An die Vorgänge erinnert sich Georg Stöth noch genau. Mit 33 Jahren wurde er Gemeinderat und begleitete die Verhandlungsdelegation in Nachbarorte.

Zwischen Bürgermeister Alex Bayer und seinem Gauaschacher Kollegen Schmähling habe bei einem Hofbesuch die Chemie nicht gestimmt. „Der hatte gar kein Interesse an einer Zusammenarbeit“, erzählt Stöth. Eine Einheitsgemeinde mit Langendorf scheiterte unter anderem an der Schulfrage. Zunächst war ein gemeinsames Gebäude zwischen den Orten geplant, dann habe Langendorf am östlichen Ortsrand neu gebaut. Folglich baute Fuchsstadt seine Schule.

Als glückliche Fügung sieht Stöth heute die erhaltene Selbstständigkeit Fuchsstadts in einer reibungslosen Verwaltungsgemeinschaft mit Elfershausen. Selbtbewusst habe sein Ort schon damals in die Zukunft geschaut, mit seinerzeitiger Krawattenfabrik, Stahlbau Schuster und der Schaffung von rund 100 Bauplätzen Anfang der Siebziger. In den achtziger Jahren kam die Erdfunkstelle dazu. Das Wachstum hält an. „In Hammelburg war das Geld immer knapp“, blickt er westwärts über die Saale. 900 Hektar Wald und 900 Hektar Wald seien eine gute Grundlage für weiteres Gedeihen Fuchsstadts.

dübi
    
    

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