Main-Post Wirtschaft
PARIS
Lagarde im Visier der Ermittler
Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) droht erneut eine Zitterpartie um den Chefposten: Christine Lagarde, die Nachfolgerin des über eine Sex-Affäre gestürzten Dominique Strauss-Kahn, muss sich an diesem Donnerstag einer unangenehmen Vernehmung durch Ermittler des französischen Gerichtshofs der Republik stellen. »mehr
REDMOND
Wie die neue Xbox One Microsoft im Spiel halten soll
Ein Gerät, das (fast) alles kann: Die neue Xbox One wird von Microsoft nicht nur als die Spielekonsole der nächsten Generation beworben, sondern vor allem auch als smarte Multimediazentrale. Filme, Fernsehen, Videokonferenzen mit Freunden und Verwandten: Die Xbox One soll einen zentralen Platz im Wohnzimmer einnehmen. An die neue Konsole knüpft Microsoft-Chef Steve Ballmer die feste Erwartung, dass sie seinem Unternehmen weiterhin spürbare Erfolge jenseits des klassischen Personal Computers verschaffen wird. Microsoft macht derzeit zwar gute Geschäfte mit Business-Software und Angeboten rund um den Internet-Cloud-Dienst Azure. Doch die Absatzzahlen von Windows-PCs sind zuletzt eingebrochen. »mehr
Speed-Dating mit Philipp
USA-Besuch: Wer entwickelt das nächste große Internet-Ding? Wirtschaftsminister Philipp Rösler ist im Silicon Valley auf der Suche nach dem besonderen Spirit. Und trifft in Kalifornien einen alten Bekannten aus Berlin. »mehr
LEIPZIG
Weltverkehrsforum diskutiert Finanzierungslücke
Öffentliche Verkehrsprojekte können nach Expertenmeinung weltweit künftig nur noch realisiert werden, wenn privates Geld ins Boot geholt wird. Die öffentlichen Kassen seien leer, doch im Zuge der Globalisierung explodiere die Mobilität, sagte der Generalsekretär des Weltverkehrsforums, José Viegas. Über Modelle für die Infrastrukturfinanzierung der Zukunft diskutieren seit Mittwoch Teilnehmer aus 50 Ländern beim Weltverkehrsforum in Leipzig. »mehr
FRANKFURT
Deutsche Bank blickt zurück
Kulturwandel und Kapitalerhöhung: In ihrem ersten Jahr an der Spitze der Deutschen Bank haben Anshu Jain und Jürgen Fitschen dem Konzern ihren Stempel aufgedrückt. Zugleich machten dem Duo Gewinneinbruch und Gerichtsprozesse zu schaffen. Doch zuletzt überwog Zuversicht: Die Branche traut Deutschlands größtem Geldhaus nach Jahren der Krise 2013 die Trendwende zu, bei der Deutschen Bank selbst sei der „Hungermarsch“ vorbei, verkündete Jain Ende April. An diesem Donnerstag zieht die Doppelspitze auf der Hauptversammlung eine Bilanz ihres ersten Jahres. »mehr
TOKIO
Japan druckt weiter Geld
Japans Zentralbank bleibt bei ihrem aggressiven Kurs, um das Land aus der Stagnation zu reißen. Die Notenbanker hoben am Mittwoch ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage an und beschlossen, die Lockerung der Geldpolitik vorerst unverändert fortzusetzen. Das erklärte die Bank of Japan (BoJ) nach zweitägigen Beratungen. »mehr
kurz & bündig: IHK-Kongress zur Unternehmensnachfolge
Die Nachfolge gehört zu den größten Herausforderungen eines Unternehmers. Einerseits fällt es emotional schwer, sich von seinem Lebenswerk zu trennen, zum anderen ist kaum ein Vorgang rechtlich und steuerlich so komplex und kompliziert wie die Geschäftsübernahme. Die IHK Würzburg-Schweinfurt lädt am 6. Juni Interessierte ab 16 Uhr nach Würzburg ein. Beim Nachfolgekongress „Stabwechsel in mittelständischen Unternehmen – die 'richtige' Geschäftsübergabe“ werden aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Nachfolge aufgezeigt, Übernehmer, Übergeber und Fachexperten berichten aus der Praxis. »mehrFirmen & Fakten: Vorauskasse: Verbraucherschützer mahnen Fluggesellschaften ab
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sechs Fluggesellschaften abgemahnt, weil sie sofort bei der Buchung den vollen Flugpreis von ihren Kunden verlangen. „Der Flugpreis sollte frühestens 30 Tage vor Abreise fällig werden“ und nicht Monate vorher, erklärte der Vorstand der Verbraucherzentrale, Klaus Müller, am Mittwoch in Düsseldorf. Die Abmahnungen richten sich gegen Air Berlin, Condor, TUI fly, Germanwings, Lufthansa und Germania. Wenn sie nicht bis Ende Mai einen Verzicht auf die Klauseln erklären, will die Verbraucherzentrale klagen. „Die Vertragsbestimmungen verstoßen klar gegen das Prinzip 'Ware gegen Geld'“, erklärte Müller. »mehr
GIEBELSTADT
Bavaria will aus der Flaute
Vor wenigen Wochen hat ein neuer Mann die Gesamtverantwortung bei der Bavaria Yachtbau GmbH in Giebelstadt (Lkr. Würzburg) übernommen: Constantin von Bülow löste den bisherigen Geschäftsführer Jens Ludmann ab. Im Gespräch mit dieser Zeitung kündigte von Bülow deutliche Veränderungen im Unternehmen an, die vor allem die Produktionsabläufe betreffen werden. »mehr
SEATTLE/BERLIN
Microsoft setzt auf die neue Xbox
Mit einer neuen Xbox forciert Microsoft den Wettbewerb bei Spielkonsolen. Rund acht Jahre nach dem Marktstart der Xbox 360 im Jahr 2005 soll die neue Spielkonsole noch vor dem Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen. Der Hersteller wollte am Dienstagabend erste Details der neuen Xbox vorstellen. In den Startlöchern ist auch die Playstation 4 von Sony. »mehr
FRANKFURT
Bargeld kostet jeden Deutschen 150 Euro im Jahr
„Bargeld kostet nichts“ – die schnelle Antwort der Passantin bei einer Straßenumfrage dürfte kein Einzelfall sein. Viele Deutsche sind überzeugt, dass Schein und Münze sie nichts kosten. Kreditkartenanbieter mühen sich, Plastikgeld über technische Neuerungen attraktiver zu machen. Doch an der Kasse wird in Deutschland nach wie vor zumeist mit Bargeld bezahlt. Daran dürfte auch eine aktuelle Studie so schnell nichts ändern – trotz ihrer Botschaft, dass Bargeld jährlich Milliardenkosten verursacht. »mehr
BRÜSSEL
EU: Mehr Rechte für Kleinsparer
EU-Pläne für europaweite Garantien zur Sicherung von Spareinlagen haben eine erste parlamentarische Hürde genommen. Im Europaparlament verabschiedete der Wirtschaftsausschuss in der Nacht zum Dienstag eine Neuregelung, wonach Einlagen bis 100 000 Euro komplett geschützt werden sollen. Damit habe der Ausschuss die Lehren aus den „zyprischen Chaostagen“ gezogen, sagte der SPD-Abgeordnete Peter Simon. „Einlagen der Kleinsparer sind und bleiben bei Bankenrettungen tabu!“ Sparer mit höheren Einlagen könnten bei einer Bankenrettung zwar herangezogen werden, aber erst als allerletzte Lösung. »mehr
WALLDORF/BERLIN
Eine Chance für Autisten
Als sein 14-jähriger Sohn Probleme in der Schule bekam, wurde Dirk Müller-Remus aufmerksam. Der Junge hatte Schwierigkeiten, sich zu organisieren, war aber im musischen Bereich hochbegabt. „Es kann doch nicht sein, dass so begabte Menschen in der Arbeitslosigkeit landen“, sagt Müller-Remus. Das aber brachte ihn auf die Idee, sein Unternehmen zu gründen. »mehr
WASHINGTON
Apple wegen Steuerspartricks unter Druck
Die Apple-Milliarden haben dem iPhone-Konzern Ärger in Washington eingebrockt. Apple-Chef Tim Cook wurde am Dienstagmorgen zu einem ungemütlichen Termin im US-Senat zitiert. Ein Senatsausschuss durchleuchtet das Steuergebaren seiner Firma. Die Senatoren untermauern ihre Vorwürfe mit einem Dossier: Auf 40 dicht beschriebenen Seiten führen sie auf, wie Apple sich mit Hilfe eines komplexen internationalen Firmengeflechts ums Steuerzahlen gedrückt habe. Im Zentrum stehen dabei irische Tochtergesellschaften, über die Apple einen großen Teil seiner Verkäufe außerhalb der Heimat abwickelt. Der Inselstaat gilt als ein europäisches Steuerparadies. Apple habe mit der irischen Regierung einen Steuersatz von zwei Prozent ausgehandelt – bei einem üblichen Satz von zwölf Prozent. Apple-Chef Tim Cook besteht jedoch auf der Feststellung, „alle nötigen Steuern gezahlt zu haben“. »mehr
BERLIN
Vorsicht Info-Falle!
Romantisch erstrahlt das Strandhotel im Abendlicht, vermittelt ein Gefühl von Fernweh. Das malerische Foto stammt jedoch nicht aus dem Katalog eines Reisebüros, sondern aus dem Vermögensanlagen-Informationsblatt eines geschlossenen Fonds. Es soll Anleger kurz und präzise über das Investitionsobjekt und mögliche Risiken aufklären. Doch neben dem hübschen Bild sucht man vergebens nach präzisen Angaben zu Standort, der Hotel-Kategorie oder Zimmeranzahl. »mehr
Firmen & Fakten: Bahn-Konkurrenten gewinnen weiter Marktanteile
Die Deutsche Bahn verliert weiter Marktanteile im deutschen Nahverkehr. Nach Zahlen des bundeseigenen Konzerns fuhren die Konkurrenten im vergangenen Jahr jeden vierten der insgesamt 644 Millionen Zugkilometer. „Der Anteil wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen“, so der Bahn-Wettbewerbsbeauftragte Frank Miram. 2012 hatte der Marktführer gut die Hälfte des neu ausgeschriebenen Volumens für sich gewinnen können. Im Güterverkehr liegt der Anteil der Wettbewerber nach dem Wettbewerbsbericht der Bahn bereits bei 28,6 Prozent. Im Fernverkehr aber bleibt die Bahn mit ihren ICE- und Intercity-Zügen weiterhin nahezu unangefochten. »mehrkurz & bündig: Ebay darf Kleidung der rechten Szene sperren
Das Internet-Auktionshaus Ebay darf den Verkauf von Kleidung der rechten Szene auf seiner Plattform verbieten. Wenn es mit bei Rechtsextremisten beliebter Kleidung in Verbindung gebracht werde, wiege der Schaden für Ebay schwerer als die mögliche Umsatzeinbuße des Anbieters, entschied das Landgericht Nürnberg-Fürth am Freitag. Ebay hatte Kleidungsstücke für Auktionen gesperrt, die in Medienberichten als Erkennungszeichen der rechten Szene genannt wurden. »mehr
(1)
Ein Jahr Zuckerberg AG
Menlo Park Der 18. Mai 2012 dürfte Mark Zuckerberg in unguter Erinnerung bleiben. Vor genau einem Jahr ging sein Soziales Netzwerk Facebook an die Börse. Vielmehr: Es stolperte dorthin. »mehr
BRÜSSEL
Kartellverdacht: Razzia bei Zuckerfirmen
Europas Verbraucher haben möglicherweise jahrelang zu viel für Zucker und Süßigkeiten gezahlt. Die EU-Kommission verdächtigt mehrere europäische Zuckerproduzenten, die Preise für Weißzucker über Jahre hinweg abgesprochen und damit künstlich hoch gehalten zu haben. Bei Razzien durchsuchten Ermittler Ende April europaweit die Büros großer Hersteller, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Darunter war auch Europas größter Zuckerproduzent Südzucker. »mehr
Firmen & Fakten: Mieterbund fordert zehn Milliarden Euro vom Staat
Im Kampf gegen steigende Mieten in Metropolen und Unistädten fordert der Deutsche Mieterbund zehn Milliarden Euro vom Staat. Finanziert werden sollen damit etwa Steuererleichterungen für Bauherren, ein höheres Wohngeld und Zuschüsse für Energiespar-Sanierungen. Die Summe sei eine grobe und unverbindliche Schätzung. Sie werde sich teilweise auch durch zusätzliche Steuereinnahmen refinanzieren, weil mehr Neubau die Konjunktur belebe. »mehrUmfrage
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